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Übernahme – Softbank schließt Übernahme des britischen Chip-Entwicklers ARM ab

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Einer der spannendsten Tech-Deals dieses Jahres ist perfekt: Der britische Chip-Entwickler ARM liegt jetzt in japanischer Hand. Was genau Milliardär Masayoshi Son mit der Firma vorhat, deren Architektur in Smartphones dominiert, ist unterdessen weiter unklar.

Kaufpreis: 24 Mrd. Pfund

Der Chip-Entwickler ARM, dessen Technologie in fast allen weltweit verkauften Smartphones steckt, gehört ab Montag offiziell dem japanischen Konzern Softbank. Die Firma des Milliardärs Masayoshi Son gab den Abschluss des Deals um 24 Mrd. Pfund (28,5 Mrd. Euro) bekannt. ARM aus Großbritannien entwirft Chip-Architekturen. Darauf werden dann Lizenzen an Hersteller verkauft – oder an Technologie-Giganten wie Apple und Samsung, die auf dieser Basis eigene Prozessoren entwickeln.

Der 69-jährige Son hat Softbank bereits zu einer Art Technologie-Gemischtwarenladen ausgebaut. Zum Konglomerat gehören Mobilfunk-Anbieter, Beteiligungen an Online-Diensten wie Yahoo, aber auch der französische Roboter-Entwickler Aldebaran mit dem menschelnden Modell „Pepper“.

Chef verschob seinen Ruhestand

Wie genau ARM ins Softbank-Geflecht passen soll, ist auch rund eineinhalb Monate nach Ankündigung der Übernahme noch unklar. Son machte aber unmissverständlich deutlich, dass der aufsehenerregende Milliarden-Deal ihm am Herzen liegt. Er verschob seinen Ruhestand und nahm dafür in Kauf, dass sein Kronprinz, Ex-Google-Manager Nikesh Arora, das Weite suchte. Und er drückte seinen bereits mit über 100 Mrd. Dollar (89,3 Mrd. Euro) verschuldeten Konzern noch tiefer in die Kreide – knapp ein Drittel des Kaufpreises werde mit Krediten finanziert, hieß es.

Eine mögliche Erklärung wäre die Entwicklung von Chip-Technologien für das „Internet der Dinge“ mit Milliarden vernetzten Geräten und dem smarten Zuhause. Prozessoren auf Basis von ARM-Architektur sind besonders stromsparend, was ihnen schon den Stammplatz in Smartphones und Tablets bescherte und auch für die Geräte-Vernetzung von Vorteil ist.

Ursprünglich veröffentlicht:

http://derstandard.at/2000043875341/Softbank-schliesst-Uebernahme-des-britischen-Chip-Entwicklers-ARM-ab

Google gründet neuen Mutterkonzern Alphabet, bekommt neuen Chef

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Der Internetgigant Google hat einen breit angelegten Umbau seiner Unternehmensstruktur bekanntgegeben – in dessen Rahmen Google mit Sundar Pichai den CEO-Posten bei Google selbst übernimmt, während der Internetkonzern unter eine neue Muttergesellschaft gestellt wird, die den Firmennamen „Alphabet“ trägt.Alphabet selbst wird künftig eine Reihe von Unternehmen unter seinem Dach vereinen, die bisher teilweise eigentlich Dienste von Google sind, aber auch eigenständige Ausgründungen. So sollen einerseits die Internet-bezogenen Angebote von Google der neuen Firma untergeordnet werden, andererseits aber auch die anderen zu Google gehörenden Firmen, deren Geschäftsfelder Bereiche wie Gesundheitsprodukte oder Biotechnologie abdecken.

Google-Mitgründer Larry Page wird künftig der CEO von Alphabet sein, während der andere Google-Miterfinder Sergey Brin die Rolle des Vorstandsvorsitzenden übernimmt. Sundar Pichai, der bisher vor allem durch das mobile Betriebssystem Android bekannt wurde, wird hingegen neuer Chef von Google Inc., dem größten Umsatzbringer unter den Fittichen von Alphabet.

Zu dem neuen Unternehmensimperium gehören auch Firmen wie die Biotechnologie-Spezialisten von Calico, der Investment-Arm Google Ventures, Google Capital, die Forschungsabteilung Google X und diverse andere Abteilungen. Es geht wohl vor allem darum, das Hauptgeschäft von Google stärker von den anderen Aktivitäten des Unternehmens zu trennen, um sie besser verwalten zu können und flexibler zu werden.

Page und Brin übernehmen nun eher strategische Rollen, während der Alltagsbetrieb in die Hände ihrer vertrauenswürdigen Manager abgegeben wird. Der Name Alphabet steht dabei für die Zusammenfassung der diversen Unternehmensteile – so soll Google zum Beispiel das „G“ im neuen Firmenkatalog von Alphabet darstellen. Wie so oft wählen die Google-Gründer ein kurioses Konzept für das Branding des neuen Konzerns, unter dem Google jetzt steht. So lautet die Web-Adresse der Firmen-Homepage abc.xyz.

 

zum Artikel:

winfuture.de/news,88388.html