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Mini-Computer: PC-Sticks können weniger als viele Käufer hoffen

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Kleines Gehäuse und wenig Leistung: Die Stiftung Warentest stellt PC-Sticks und günstigen Mini-PCs ein eher schlechtes Zeugnis aus. Wer mehr Leistung braucht, muss tiefer in die Tasche greifen.

Bei extrem platzsparenden Computern müssen sich Nutzer auf wenig Leistung einstellen. PC-Sticks erledigen nur sehr einfache Aufgaben ohne Probleme, wie die Stiftung Warentest in einem Vergleich herausgefunden hat (Zeitschrift „test“/Ausgabe 10/2016).

Die kleinen Geräte von der Größe eines Schokoriegels stoßen mit ihrer schmalen Ausstattung schnell an Grenzen. Die sechs von der Stiftung getesteten PC-Sticks erreichten alle nur die Note „ausreichend“.

Schlechte Ausstattung

Die Warentester ließen die Kleinstrechner ein Prüfprogramm für Desktop-PC und Notebooks durchlaufen. Nur eines der sechs Geräte spielte nach Angaben der Stiftung dabei Full-HD-Videos ruckelfrei ab. Bei grafisch anspruchsvollen Spielen liefen die Sticks heiß und mussten mitunter nach wenigen Minuten die Prozessor-Taktung reduzieren.

Auch die übrige Ausstattung der Sticks überzeugte die Tester nur bedingt. Von den 32 Gigabyte Speicher, die die Testkandidaten jeweils mitbrachten, war jeweils schon rund ein Drittel durch die Betriebssysteme Windows 8.1 oder 10 belegt.

Die Hälfte der Sticks bietet bei Preisen von 100 bis 160 Euro auch nur einen USB-Anschluss – das reicht natürlich nicht, um Tastatur, Maus und auch noch eine externe Festplatte anzuschließen. Und für einen USB-Verteiler genügte laut den Warentestern mitunter der Strom der Kleinstrechner nicht – Nutzer bräuchten für den Betrieb ein externes Netzteil.

Mit Spielen überfordert

Bei den etwas größeren, aber auch teureren Mini-PCs zeigten sich die Warentester zufriedener, sie fanden aber auch kritische Punkte. Neun von elf Testgeräten bekamen die Noten „gut“ oder „befriedigend“.

Mehr als die Hälfte von ihnen spielte Full-HD-Videos ruckelfrei ab. Auch Standardaufgaben wie das Surfen im Internet sowie die Arbeit mit Office-Programmen erledigten die Mini-Rechner problemlos. Mit grafisch aufwendigen PC-Spielen waren sie hingegen überfordert.

Ein Mini-PC hatte weder WLAN noch Bluetooth an Bord – Käufer sollten also immer genau auf die Ausstattung achten, raten die Experten. Drei der Mini-Rechner hatten mit 32 Gigabyte auch nicht mehr Speicher als die getesteten PC-Sticks.

Die schlecht ausgestatteten Modelle bekamen dann auch die schlechtesten Noten: einmal knapp „befriedigend“, zweimal „ausreichend“. Mit 190 bis 260 Euro sind sie fast schon in der Preiskategorie der Sticks angesiedelt.

Qualität kostet

Bei Mini-PCs gilt: Qualität kostet und braucht auch etwas mehr Platz. Die besten vier Geräte im Test messen circa 20 mal 20 Zentimeter und nehmen damit mehr Fläche ein als ein DIN-A5-Blatt Papier. Weniger Platz als Desktop-PCs brauchen sie dennoch und können auch in puncto Leistung Einsteigerdesktops ersetzen, urteilen die Experten.

Preislich liegen die Testsieger zwischen 500 und 650 Euro. Am besten schnitt der Fujitsu Esprimo Q556 (Note 1,9) ab, gefolgt vom Dell OptiPlex 3040 MFF und vom Lenovo ThinkCentre M700 Tiny (beide 2,2). Auf den vierten Platz kam der Mac Mini von Apple (Note 2,3).

PC-Sticks und Mini-PCs sind zwar klein, ohne Peripheriegeräte wie Tastatur, Maus und Monitor aber nicht zu gebrauchen. Kompakte Alternativen mit Eingabegeräten und Bildschirm an Bord sind den Experten zufolge zum Beispiel Ultrabooks oder Tablets.

Link zur Homepage:

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article158634409/

Übernahme – Softbank schließt Übernahme des britischen Chip-Entwicklers ARM ab

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Einer der spannendsten Tech-Deals dieses Jahres ist perfekt: Der britische Chip-Entwickler ARM liegt jetzt in japanischer Hand. Was genau Milliardär Masayoshi Son mit der Firma vorhat, deren Architektur in Smartphones dominiert, ist unterdessen weiter unklar.

Kaufpreis: 24 Mrd. Pfund

Der Chip-Entwickler ARM, dessen Technologie in fast allen weltweit verkauften Smartphones steckt, gehört ab Montag offiziell dem japanischen Konzern Softbank. Die Firma des Milliardärs Masayoshi Son gab den Abschluss des Deals um 24 Mrd. Pfund (28,5 Mrd. Euro) bekannt. ARM aus Großbritannien entwirft Chip-Architekturen. Darauf werden dann Lizenzen an Hersteller verkauft – oder an Technologie-Giganten wie Apple und Samsung, die auf dieser Basis eigene Prozessoren entwickeln.

Der 69-jährige Son hat Softbank bereits zu einer Art Technologie-Gemischtwarenladen ausgebaut. Zum Konglomerat gehören Mobilfunk-Anbieter, Beteiligungen an Online-Diensten wie Yahoo, aber auch der französische Roboter-Entwickler Aldebaran mit dem menschelnden Modell „Pepper“.

Chef verschob seinen Ruhestand

Wie genau ARM ins Softbank-Geflecht passen soll, ist auch rund eineinhalb Monate nach Ankündigung der Übernahme noch unklar. Son machte aber unmissverständlich deutlich, dass der aufsehenerregende Milliarden-Deal ihm am Herzen liegt. Er verschob seinen Ruhestand und nahm dafür in Kauf, dass sein Kronprinz, Ex-Google-Manager Nikesh Arora, das Weite suchte. Und er drückte seinen bereits mit über 100 Mrd. Dollar (89,3 Mrd. Euro) verschuldeten Konzern noch tiefer in die Kreide – knapp ein Drittel des Kaufpreises werde mit Krediten finanziert, hieß es.

Eine mögliche Erklärung wäre die Entwicklung von Chip-Technologien für das „Internet der Dinge“ mit Milliarden vernetzten Geräten und dem smarten Zuhause. Prozessoren auf Basis von ARM-Architektur sind besonders stromsparend, was ihnen schon den Stammplatz in Smartphones und Tablets bescherte und auch für die Geräte-Vernetzung von Vorteil ist.

Ursprünglich veröffentlicht:

http://derstandard.at/2000043875341/Softbank-schliesst-Uebernahme-des-britischen-Chip-Entwicklers-ARM-ab

Vierkern-PC auf einem Stick: Intel Compute Stick ab 110 Dollar vorbestellen

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Der Intel Compute Stick ist ab sofort in den USA vorbestellbar. Damit bringt Intel einen HDMI-Stick auf den Markt, auf dem ein vollwertiges Windows 8.1 läuft. Ab Mitte April ist der Stick wohl auch in Deutschland erhältlich und soll hier 180 Euro kosten – in den USA liegt der Preis bei 110 Dollar für die Linux-Variante und 150 Dollar für die Windows-Variante. Der erste Retailer, der Bestellungen annimmt, heißt Newegg.

Compute Stick: Vollwertiger Rechner


Rund zehn Zentimeter Länge misst der Stick, der an beliebige Monitore oder Fernseher mit HDMI-Schnittstelle angeschlossen werden kann. Ein Vierkern-Atom-Prozessor (1,33 GHz) und 2 GByte Arbeitsspeicher treiben Windows 8.1 (mit Bing) an. Für Daten stehen 32 GByte an Speicherplatz zur Verfügung. Außerdem gibt es einen microSD-Slot, über den der HDMI-Stick Speicherkarten entgegennimmt. Zur Verfügung stehen zudem WLAN (b/g/n-Standard), Bluetooth 4.0 und ein USB-Anschluss.

Stick-PC von Intel: Günstigeres Linux-Modell


Neben der Windows-Version des Sticks bietet Intel auch eine Variante des Sticks mit Linux an. Den Linux-Stick gibt es hierzulande wahrscheinlich ebenfalls billiger, es ist von 120 Euro die Rede. An Bord sind dann aber auch nur 1 GByte Arbeitsspeicher und 6 GByte Speicherplatz.

Die Idee, einen PC im Stick-Format anzubieten, ist allerdings nicht ganz neu: Seit Ende letzten Jahres gibt es etwa den Orbsmart, der bei ähnlicher Hardware-Ausstattung per Dual-Boot Windows 8.1 und Android 4.4 auf einem Stick unterbringt. Und auch für Intel ist es nicht der erste Kleinst-Rechner, wie der für Smart-Home-Anwendungen gedachte Edison zeigt.

 
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